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Was kostet ein Essen in Paris? Der ehrliche Preisführer für hungrige Reisende

Mati 5 Min. Lesezeit

Ein typisches Essen in Paris kostet zwischen 8 EUR für einen Snack in der Bäckerei und 25 EUR für ein Hauptgericht in einem durchschnittlichen Bistro. Trinkgeld ist nicht erforderlich, und Leitungswasser ist kostenlos, wenn du eine "carafe d'eau" statt Flaschenwasser bestellst.

Paris hat den Ruf, teuer zu sein, aber die Realität in den Restaurants der französischen Hauptstadt ist deutlich differenzierter. Du kannst problemlos 150 EUR für ein Abendessen in einem Michelin-Sterne-Restaurant ausgeben, aber du kannst genauso gut ein fantastisches, authentisches Essen für unter 15 EUR finden, wenn du weißt, wo du suchen musst und wie das lokale System funktioniert. Paris ist teuer, aber vergleiche es einmal mit London.

Was ein Essen in Paris je nach Lokal kostet
Boulangerie
6-10 €
Crêperie
10-15 €
Bistro (mittags)
16-25 €
Brasserie
25-40 €
Bistro (abends)
30-50 €

Damit du dein Budget richtig planen kannst und nicht abgezockt wirst, habe ich die tatsächlichen Kosten für Restaurantbesuche in Paris aufgeschlüsselt. Ich habe TruePrice entwickelt, um Reisenden zu helfen, überhöhte Touristenpreise zu durchschauen: und genau das wird dieser Leitfaden für dein nächstes kulinarisches Abenteuer in Paris tun.

Was kostet ein Essen in Paris im Durchschnitt?

Der Preis für dein Essen hängt stark von der Art des Lokals und der Tageszeit ab. Das Mittagessen ist dank der günstigen Mittagsmenüs fast immer billiger als das Abendessen.

Das Diagramm oben zeigt die Preisspannen. Hier ist, was du in den einzelnen Lokaltypen typischerweise dafür bekommst:

  • Boulangerie (Bäckerei): ein frisches Baguette-Sandwich, ein Gebäckstück und ein Getränk
  • Crêperie: eine herzhafte Galette, eine süße Crêpe und eine Tasse Cidre
  • Mittelklasse-Bistro (Mittags-Formule): zwei oder drei Gänge (Vorspeise + Hauptgang oder Hauptgang + Dessert)
  • Mittelklasse-Bistro (Abendkarte): ein Hauptgericht, ein Glas Wein und ein Dessert
  • Klassische Brasserie: ein traditionelles Hauptgericht (wie Steak Frites) und einen Kaffee
  • Gehobene Gastronomie (80 bis 150+ EUR): ein mehrgängiges Menü ohne Getränke

Wie funktioniert das Mittagsmenü?

Wenn du gut essen willst, ohne ein Vermögen auszugeben, solltest du das Mittagessen zur Hauptmahlzeit deines Tages machen. Zwischen 12:00 und 14:30 Uhr bieten die meisten Bistros in den Wohnvierteln von Montag bis Freitag ein Mittagsmenü zu einem festen Preis an, das als “Formule” oder “Menu du Jour” bezeichnet wird.

Diese Angebote stehen meist auf einer Kreidetafel vor dem Restaurant. Typischerweise siehst du folgende Optionen:

  • Entrée + Plat (Vorspeise + Hauptgang) für etwa 16 bis 20 EUR
  • Plat + Dessert (Hauptgang + Dessert) zum gleichen Preis
  • Entrée + Plat + Dessert für 20 bis 25 EUR

Das sind keine billigen, minderwertigen Touristenmenüs. Es sind dieselben Gerichte, die in der Küche an diesem Tag frisch zubereitet werden, um Angestellte aus der Umgebung anzulocken. Wenn du dieselben Gerichte abends einzeln von der Karte bestellst, zahlst du leicht 30 % bis 50 % mehr.

Welche versteckten Kosten gibt es zu beachten?

Das Schöne an Restaurantbesuchen in Frankreich ist, dass der Preis auf der Speisekarte fast immer genau dem entspricht, was du am Ende zahlst. Es gibt jedoch ein paar kulturelle Besonderheiten, die deine Rechnung in die Höhe treiben können, wenn du nicht aufpasst.

Die Wasserfalle

Sobald du dich hinsetzt, fragt die Servicekraft nach Wasser. Wenn du einfach nur “Wasser” sagst, bringt man dir eine Flasche Evian oder Badoit, die 5 bis 8 EUR kosten kann. Um kostenloses Leitungswasser zu bekommen, das absolut sauber und trinkbar ist, frag nach einer “carafe d’eau”. Restaurants sind gesetzlich verpflichtet, dieses kostenlos bereitzustellen.

Das Brot ist kostenlos

Im Gegensatz zu einigen Nachbarländern gibt es in Frankreich keine Gedeckgebühr (Couvert) für Brot. Wenn ein Korb mit Baguettescheiben auf deinem Tisch landet, ist er kostenlos. Du kannst sogar ohne Aufpreis nachbestellen.

Sitzen oder Stehen im Café

In traditionellen Pariser Cafés hängt der Preis für dein Getränk davon ab, wo du es trinkst. Ein Espresso im Stehen an der Zinktheke kostet vielleicht 1.50 EUR. An einem Tisch im Innenbereich zahlst du dafür eventuell schon 3 EUR. Wenn du dich auf die Außenterrasse mit Blick auf die Straße setzt, kann derselbe Kaffee 4 EUR oder mehr kosten. Die Karte listet diese verschiedenen Preisstufen in der Regel auf.

15%
Service immer inklusive
der Menüpreis ist der Endpreis
1.50 vs 4 €
Derselbe Espresso, Theke vs Terrasse
im Stehen an der Theke vs Straßenterrasse

Wie funktionieren Service und Trinkgeld in Frankreich?

Du musst in Paris kein Trinkgeld geben. Nach französischem Gesetz ist eine Servicegebühr von 15 % automatisch im Preis jedes Gerichts auf der Karte enthalten. Das nennt sich “service compris”.

Der Preis, den du auf der Karte siehst, enthält bereits Steuern und Service. Wenn die Rechnung kommt, gibt es keine bösen Überraschungen.

Trinkgeld wird zwar nicht erwartet, aber es ist üblich, ein wenig Kleingeld liegenzulassen, wenn der Service besonders freundlich oder hilfsbereit war. Für ein einfaches Mittagessen reichen 1 bis 2 EUR völlig aus. Bei einem feinen Abendessen gelten 5 % als sehr großzügig. Einheimische geben fast nie Trinkgeld über das Kartenlesegerät: lass das Bargeld also am besten einfach auf dem Tisch liegen.

Welche Touristenfallen solltest du meiden?

Paris hat sehr konzentrierte Touristenzonen, in denen die Qualität des Essens sinkt und die Preise in die Höhe schießen. Wenn ein Restaurant einen Promoter vor der Tür hat, der mit einer Speisekarte wedelt, oder wenn die Karte in sechs verschiedenen Sprachen mit Fotos der Gerichte gedruckt ist, geh einfach weiter.

Meide Restaurants in diesen Bereichen:

  • Direkt um den Eiffelturm: Geh stattdessen fünfzehn Minuten zu Fuß ins 15. Arrondissement, um bessere und günstigere Lokale zu finden.
  • Das Quartier Latin (insbesondere die Rue de la Huchette): Diese Gegend ist berühmt für billige, minderwertige Touristenmenüs, die wie ein Schnäppchen aussehen, aber oft nur aufgewärmte Tiefkühlkost bieten.
  • Die Straßen in unmittelbarer Nähe des Louvre und der Oper.
  • Place du Tertre in Montmartre: Geh den Hügel hinunter, weg vom Hauptplatz, um authentische, lokale Ecken zu entdecken.

Halt stattdessen Ausschau nach gut besuchten Lokalen, in denen Französisch gesprochen wird. Viertel wie das 11. Arrondissement, die Gegend um den Canal Saint-Martin und die ruhigeren Teile des 14. Arrondissements bieten fantastisches Essen zu fairen, lokalen Preisen. Und noch bevor du ein Restaurant erreichst, solltest du den offiziellen Taxipreis an den Pariser Flughäfen kennen, damit die Reise fair beginnt.

Damit du auf deinen Reisen nie wieder zu viel bezahlst, lade dir TruePrice kostenlos im App Store herunter: https://apps.apple.com/app/id6762357469

Häufig gestellte Fragen

Ist die Servicegebühr in Pariser Restaurants im Preis enthalten?

Ja, nach französischem Gesetz ist eine Servicegebühr von 15 % immer in den Menüpreisen enthalten. Du musst kein zusätzliches Trinkgeld geben, obwohl ein oder zwei Euro für hervorragenden Service eine nette Geste sind.

Wie bestelle ich kostenloses Wasser in Paris?

Frag deine Servicekraft nach einer "carafe d'eau" (ausgesprochen: kah-rahf doh). Wenn du einfach nur nach Wasser fragst, bringt man dir höchstwahrscheinlich teures Mineralwasser aus der Flasche.

Was ist eine Formule beim Mittagstisch?

Eine Formule ist ein Mittagsmenü, das an Wochentagen zu einem festen, reduzierten Preis angeboten wird. Es besteht meist aus zwei oder drei Gängen und ist der beste Weg, um günstig und hochwertig zu essen.

Gibt es in Pariser Restaurants eine Gedeckgebühr?

Nein, anders als in Italien oder Spanien gibt es in Frankreich keine Gedeckgebühr (Couvert). Brot und Leitungswasser müssen kostenlos zum Essen serviert werden.

Wie viel kostet ein Kaffee in Paris?

Ein Espresso an der Bar kostet etwa 1.50 bis 2 EUR. Wenn du dich an einen Tisch im Außenbereich setzt, kann sich dieser Preis schnell auf 3 oder 4 EUR verdoppeln.

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