Preisführer
Die günstigsten europäischen Länder für einen Urlaub mit echtem Mehrwert
Auf dem Balkan und in Osteuropa reist du problemlos mit einem Budget von 30 bis 70 € pro Tag. Länder wie Albanien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina sowie Polen bieten fantastisches Essen, reiche Geschichte und wunderschöne Landschaften für einen Bruchteil der westeuropäischen Preise. Lokale Apps und faire Richtpreise helfen dir, Touristenfallen zu umgehen.
Ich ärgere mich immer noch, wenn ich sehe, wie Leute in Paris zwölf Euro für ein mittelmäßiges Sandwich bezahlen. Europa hat den Ruf, ein teures Pflaster zu sein. Das stimmt aber nur, wenn man sich stur an die altbekannten westeuropäischen Hauptstädte hält. Richtet man den Kompass nur ein Stückchen weiter nach Osten oder Süden, reicht das eigene Geld plötzlich drei- bis viermal so weit.
Ich habe TruePrice entwickelt, weil ich das System der doppelten Preise satt hatte, das Touristen ins Visier nimmt, sobald sie aus dem Flugzeug steigen. Einige der schönsten und kulturreichsten Ecken Europas kosten nur einen Bruchteil dessen, was man in den westlichen Metropolen zahlt. Wer atemberaubende Burgen erkunden, durch unberührte Berge wandern und fantastisch essen möchte, ohne das Sparkonto zu plündern, sollte sich diese Länder genauer ansehen.
Welche europäischen Länder bieten wirklich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Wenn es um die günstigsten Reiseländer in Europa geht, denken viele fälschlicherweise, sie müssten Abstriche bei der Sicherheit oder Infrastruktur machen. Das ist ein Mythos. Die Balkanhalbinsel und Teile von Mittel- und Osteuropa bieten erstklassige Reiseerlebnisse für sehr wenig Geld.
Albanien zum Beispiel hat eine Küste, die es locker mit Griechenland aufnehmen kann, allerdings zum halben Preis. Bulgarien punktet mit jahrtausendealter Geschichte und extrem günstigen Skigebieten. Bosnien und Herzegowina bietet eine der spektakulärsten Berglandschaften Europas und eine faszinierende, vielschichtige Geschichte, die man für Taschengeld erkunden kann. Polen und Rumänien wiederum bieten Infrastruktur auf EU-Niveau, zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel und lebendige Städte ohne die typischen Preise aus dem Westen.
Der Schlüssel liegt darin, zu verstehen, dass diese Volkswirtschaften auf einem anderen Niveau funktionieren. Die lokalen Löhne sind niedriger, was bedeutet, dass Dienstleistungen, Restaurantbesuche und Transportmittel für alle, die in Euro oder Schweizer Franken verdienen, extrem erschwinglich bleiben.

Wie sieht ein realistisches Tagesbudget in Osteuropa aus?
Damit du besser planen kannst, ist hier eine Übersicht der täglichen Ausgaben, mit denen du vor Ort rechnen solltest. Das Backpacker-Budget basiert auf Hostel-Übernachtungen, Selbstverpflegung und der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Das Mittelklasse-Budget beinhaltet ein privates Zimmer in einer Pension oder einem 3-Sterne-Hotel, Essen in lokalen Restaurants sowie gelegentliche Taxifahrten oder Museumseintritte.
| Land | Tagesbudget (Backpacker) | Tagesbudget (Mittelklasse) | Preis für ein lokales Bier |
|---|---|---|---|
| Bulgarien | €35 | €70 | €2,00 |
| Albanien | €30 | €65 | €1,80 |
| Bosnien & Herzegowina | €30 | €60 | €1,50 |
| Polen | €40 | €85 | €2,50 |
| Rumänien | €38 | €75 | €2,20 |
| Ungarn | €45 | €95 | €2,40 |
Wo gibt es günstiges Essen, günstige Getränke und viel Kultur?
Schauen wir uns mal an, was man für sein Geld in diesen Ländern tatsächlich bekommt.
In Albanien, besonders außerhalb der Hauptsaison im Juli und August, bekommt man in der Küstenstadt Saranda einen Teller mit fangfrischem, gegrilltem Fisch für etwa 800 ALL (ca. 8 EUR). Ein Glas lokaler Wein oder ein frisch gezapftes Bier kostet selten mehr als 200 ALL (2 EUR).
In Bosnien und Herzegowina ist die Küche stark von der osmanischen Geschichte geprägt. Eine riesige Portion Ćevapi (gegrillte Hackfleischröllchen im frischen Somun-Fladenbrot) in Sarajevo kostet rund 8 BAM (4 EUR) und hält für Stunden satt.
Bulgarien ist ein weiteres Paradies für preisbewusste Genießer. Der Tag startet am besten mit einer Baniza, einem traditionellen Blätterteiggebäck mit Schafskäse, das man an jeder Straßenecke für etwa 2 BGN (1 EUR) bekommt. Ein halber Liter lokales Kamenitza-Bier in einer gemütlichen Kneipe kostet selten mehr als 3,50 BGN (1,80 EUR).
Polen bietet ein ganz besonderes Kulturgut: die Bar Mleczny, oder Milchbar. Diese staatlich subventionierten Kantinen stammen noch aus der sozialistischen Ära. Sie servieren deftige, traditionelle polnische Gerichte wie Pierogi, Barszcz und Kotlet Schabowy. Ein sättigendes, zweigängiges Mittagessen kostet hier oft nur 25 PLN (ca. 6 EUR).
Warum explodieren die Preise für Touristen in diesen günstigen Ländern?
Obwohl diese Länder unglaublich günstig sind, sind sie leider auch ein idealer Nährboden für spezielle Touristenpreise. Weil die lokalen Währungen verwirrend sein können (wie der ungarische Forint, bei dem 10.000 HUF nur etwa 25 EUR entsprechen), verliert man schnell das Gefühl dafür, was die Dinge eigentlich kosten sollten.
Unseriöse Taxifahrer, Restaurants ohne Speisekarte mit Preisen und Bars an den Haupttouristenplätzen verlangen routinemäßig das Dreifache des üblichen Preises. In Krakau zum Beispiel kostet ein Bier in einer Kneipe in einem Wohnviertel etwa 12 PLN. Setzt man sich direkt auf eine Terrasse am Hauptmarkt (Rynek Główny), zahlt man für genau dieselbe Marke schnell mal 28 PLN oder mehr.
Dabei geht es nicht nur um ein paar Euro Differenz: Es geht um das Prinzip, nicht wie ein wandelnder Geldautomat behandelt zu werden.
Wie vermeidet man Abzocke in günstigen Reisezielen?
Wer die typische Touristensteuer umgehen möchte, sollte sich ein paar einfache Gewohnheiten aneignen.
Erstens: Geh immer mindestens drei Querstraßen von den großen Sehenswürdigkeiten weg, bevor du nach einem Restaurant suchst. Wenn die Speisekarte bunte Fotos der Gerichte zeigt und in fünf Sprachen übersetzt ist, zahlst du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen saftigen Aufschlag.
Zweitens: Steig niemals einfach so am Straßenrand in ein Taxi, ohne eine App zu nutzen. In Städten wie Bukarest oder Budapest nutzt man am besten Apps wie Bolt. Der Preis steht fest, bevor man einsteigt, was den klassischen Betrug mit dem manipulierten Taxameter unmöglich macht.
Drittens: Zahle immer in der Landeswährung. Wenn das Kartenlesegerät fragt, ob du in Euro oder in der Landeswährung abrechnen willst, wähle immer die Landeswährung. Deine eigene Bank bietet fast immer einen deutlich besseren Wechselkurs als das Terminal des Händlers.
Und schließlich: Hab keine Scheu, vor der Bestellung nach einer Karte mit Preisen zu fragen. Wenn der Kellner bei der Frage nach den Preisen ausweichend reagiert, stehst du am besten sofort wieder auf.
Wie behält man faire lokale Preise im Blick?
Genau dafür habe ich TruePrice entwickelt. Wenn man auf einem Markt in Sofia steht oder versucht, eine Bootsfahrt in Albanien auszuhandeln, hat man keine Zeit für stundenlange Internetrecherchen.
Mit TruePrice wählst du einfach das Reiseland aus und siehst sofort den echten, fairen Preis für alltägliche Dinge: vom Kaffee über kurze Taxifahrten bis hin zum Abendessen im Restaurant. Das gibt dir die nötige Sicherheit, um auf Augenhöhe zu verhandeln und Orte zu meiden, die nur darauf ausgelegt sind, Reisende über den Tisch zu ziehen.
Du kannst TruePrice kostenlos für iOS und Android herunterladen, um dein Reisebudget im Griff zu behalten. Lade TruePrice noch heute kostenlos unter https://truepriceapp.com herunter.
Häufig gestellte Fragen
Ist es sicher, in die günstigsten Länder Europas zu reisen?
Ja, Länder wie Polen, Bulgarien und Albanien sind für Reisende sehr sicher. Beim Sicherheitsindex schneiden sie oft ähnlich gut oder sogar besser ab als westeuropäische Staaten. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Taschendiebe in überfüllten Touristengebieten gelten natürlich trotzdem.
Welcher Monat ist am günstigsten für Flüge nach Europa?
Die günstigsten Flüge gibt es meistens in der Nebensaison, besonders von November bis Februar: ausgenommen natürlich die Weihnachtsfeiertage. Auch der März und Oktober bieten oft tolle Flugangebote bei mildem Wetter.
Kann ich in allen günstigen europäischen Ländern mit Euro bezahlen?
Nein, viele dieser Länder haben ihre eigenen Währungen, wie den polnischen Zloty, den bulgarischen Lew oder den albanischen Lek. Manche Orte akzeptieren zwar Euro, aber du fährst fast immer deutlich besser und günstiger, wenn du in der Landeswährung bezahlst.
Wie finde ich günstige Unterkünfte in Osteuropa?
Lokale Pensionen: auf dem Balkan oft „Sobe“ genannt: und private Apartments bieten meist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn du etwas außerhalb der historischen Altstadt übernachtest, kannst du deine Unterkunftskosten oft halbieren.
Wird in diesen günstigen Reisezielen viel Englisch gesprochen?
In größeren Städten und Tourismus-Hotspots sprechen jüngere Menschen und Servicekräfte hervorragend Englisch. In ländlichen Regionen ist Englisch weniger verbreitet, aber Übersetzungs-Apps und Hände und Füße reichen völlig aus, um sich problemlos durchzuschlagen.